KeramiK

Jessica Lajard
Barbara Reisinger
Jeanne Susplugas
Elmar Trenkwalder
Gerold Tusch

Ausstellung 8. 3. - 15. 4. 2017
kuratiert von Dietgard Grimmer


Vernissage, Dienstag, 7. März, 19 Uhr

Jessica Lajard, Somewhere Where the Grass is Greener, 2015, biscuit and glazed ceramics © Flore Chenaux


KeramiK - 5 Positionen aus Österreich und Frankreich

Das Gemeinsame dieser Ausstellung ist das Material, alle Arbeiten sind aus Ton geschaffen. Die verschiedenen

Objekte aus Keramik, Porzellan und Ergänzungen aus Textilem oder Holz sind alles Unikate, direkt von den Künstlern

und Künstlerinnen geschaffen. Alle fünf arbeiten vorwiegend mit Keramik, beherrschen den komplizierten und

langwierigen Produktionsprozess, haben jeweils ihre eigenen Raffinessen und Spezialitäten entwickelt. Ton, in allen Formen,

ist ein faszinierender Werkstoff. Eigentlich ist es eines der ältesten Medien, mit denen der Mensch Gebrauchsgegenstände

und Kunst geschaffen hat. In der Technik werden heute immer mehr Details, die besonders widerstandsfähig sein

müssen, aus Keramik produziert.

Trenkwalder Elmar, WVZ 325 S TRE 2016, Steinzeug, 6-teilig , 213 x 143 x 41 cm © Trenkwalder

 

Jeanne Susplugas, Nature Morte, 2016, céramique, échelle 1 © Jeanne Susplugas

 

 Zu den Künstlerinnen und Künstlern und ihren ausgestellten Arbeiten:

Jessica Lajard, 1985 in Frankreich geboren, lebt und arbeitet im Norden von Paris. Sie studierte Keramik in

London, Paris und Limoges. Die Künstlerin zeigt eine vielteilige Installation; ein kleiner Raum mit Blumen, eine

Gießkanne, ein Hund und einige zweideutige Objekte, alles ist aus Keramik. Einige Teile liegen auf kleinen Holztischen,

einer Couch oder einem winzigen Teppich.

Die 1955 in Schwäbisch Gmünd geborene, in Salzburg lebende Keramik-Künstlerin Barbara Reisinger hat in Linz

und Amsterdam studiert. Seit 1984 hat sie einen Lehrauftrag für Keramik an der Universität Mozarteum in Salzburg.

In ihrem umfangreichen Werk hat sich Barbara Reisinger immer wieder mit der klassischen Form von Vasen und

Gefäßen beschäftigt. Einige der allen bekannten Stillleben von Giorgio Morandi hat sie in Keramik, dreidimensional nachgebaut.

Die Krüge und Flaschen werden bei Barbara Reisinger in tiefen Holzkästen, wieder wie ein Bild präsentiert. Dazu zeigt sie

zwei Vasen-Objekte, aus denen Hunde-Porträts hervortreten.

Jeanne Susplugas wurde in Montpellier geboren und lebt in Paris. Sie bevorzugt alltägliche Materialien, wie z. B.

Medikamentenverpackungen, Neons, Marmor oder Keramik. In dieser Ausstellung ist die Künstlerin mit zwei

weißen Schalen-Objekte mit skurrilem Inhalt vertreten.

Der in Innsbruck lebende und arbeitende Elmar Trenkwalder wurde 1959 geboren; er studierte Malerei an der Akademie

der bildenden Künste in Wien. Seit Ende der achtziger Jahre schuf er ein umfangreiches keramisches Werk, auch sehr

monumentale, aus vielen Einzelteilen bestehende Skulpturen. Trenkwalder zeigt eigene Zeichnungen, für die er

Rahmen-Objekte aus Keramik geschaffen hat, und eine mehrteilige Bodenarbeit, in der alle Elemente von Architektur,

Körperlichkeit und Vegetation vereint sind.

Gerold Tusch stammt aus Kärnten (1969 geboren), er studierte an der Hochschule Mozarteum und, wie Barbara Reisinger,

an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam. Von Anfang an war Keramik sein bevorzugtes Medium, das manchmal zum Beispiel

mit textilen Materialien, wie in den beiden schwarz glasierten Prunkvasen, kombiniert wird. Gerold Tusch zeigt außerdem

eine Wandarbeit, die aus vielen, exakt aneinander montierten Einzelteilen besteht. Barocke und auch klassische Einflüsse

werden vom Künstler verarbeitet und variiert.

Dietgard Grimmer, 2017

 

Barbara Reisinger, Studien zu Giorgio Morandi 3, Installation nach einem Stillleben von 1939, 2006 - 2008, 50 x 71 x 46 cm © Samet Reisinger

 

Gerold Tusch, framing, 2011, Keramik, glasiert, 250 x 200 cm © Otto Wieser