JULIUS DEUTSCHBAUER & KLAUS POBITZER
Habs-Burgerstand [habːsˈbøːɐ̯ɡɐːstand]
Ein Prä-Resümee
09.06.- 09.07.2015

Exhibition´s view, Julius Deutschbauer & Klaus Pobitzer, Habs-Burgerstand [habːsˈbøːɐ̯ɡɐːstand], Ein Prä-Resümee, 2015

Exhibition´s view, Julius Deutschbauer & Klaus Pobitzer, Habs-Burgerstand [habːsˈbøːɐ̯ɡɐːstand], Ein Prä-Resümee, 2015

Exhibition´s view, Julius Deutschbauer & Klaus Pobitzer, Habs-Burgerstand [habːsˈbøːɐ̯ɡɐːstand], Ein Prä-Resümee, 2015


JULIUS DEUTSCHBAUER & KLAUS POBITZER
HABS-BURGERSTAND [habːsˈbøːɐɡɐːstand]
Ein Prä-Resümee.
 
9.6.-9.7.2015

In den vergangenen Wochen präsentierten Julius Deutschbauer und Klaus Pobitzer in Zusammenarbeit mit KÖR - Kunst im öffentlichen Raum an verschiedenen Standorten in Wien das Projekt HABS-BURGERSTAND [habːsˈbøːɐɡɐːstand]. Die Galerie Steinek freut sich, nun die Übersetzung der Performance Reihe aus dem öffentlichen Raum in die Räumlichkeiten der Galerie zu präsentieren.

Wie lässt sich eine Monarchie verdauen? Dieser Frage widmen sich Julius Deutschbauer und Klaus Pobitzer. Im Mai und Juni diesen Jahres stationierten sie an fünf Wochenenden mit ihrem mobilen „Habs-Burgerstand“ an verschiedenen Orten in Wien, die mit den Habsburgern verbunden sind.

Der Ursprung dieser erstmaligen Kollaboration zwischen Julius Deutschbauer und Klaus Pobitzer verortet sich in Triest. Beim Salotto.Vienna, im Sommer 2014, wurde Triest als ehemaliger Teil Österreichs zur Fläche des Austausches zwischen künstlerischen Positionen - für Deutschbauer und Pobitzer der Ort, an dem das neue Projekt begann. Pobitzer machte sich die Geschichte des Habsburgerreichs und die durchaus schwierige „Verdauung“ der Monarchie zum Thema seiner Performance, drehte einen Doppeladler durch den Fleischwolf und briet einen „Habs-Burger“, der von einem Besucher gegessen und verdaut wurde.

„Dadurch kann man das Habsburgerreich in sich aufnehmen und richtig verdauen, denn wie will man eine Monarchie sonst verarbeiten und ausscheiden? Rein intellektuell geht das nicht.“, so Klaus Pobitzer. Eine Metapher für das Verscheiden des Habsburgerreichs, die Julius Deutschbauer als so gut befand, dass er sie mit Pobitzer einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen wollte.

Satirisch und in Form von Konzerten, Performances, Lesungen, Filmen, Interviews und Diskussionen wurde der wandernde Burgerstand zu einem „Ausspeisungsort“. Nun wird der HABS-BURGERSTAND [habːsˈbøːɐɡɐːstand] aus dem öffentlichen Raum in die Galerie übersetzt: Ein Prä-Resümee. Ein Sammelsurium von Objekten und Dokumentationen der vergangenen Wochen. Dazu gehört nicht nur eine gemeinsam aufgenommene CD, sondern auch die Zusammenarbeit der beiden Persönlichkeiten wird zum zentralen Element der Ausstellung. Gegenseitige Imitation und die permanente Verbundenheit der vergangenen Wochen wird thematisiert. So ließen Deutschbauer und Pobitzer Miniaturen - 3D-Drucke - von sich herstellen und trugen den jeweils anderen schon vor und während des Projektes bei sich: „Damit einem der jeweils andere immer nah ist.“

Sabrina Möller