AFTERWARDS    

2020
> Apeirogon / Groupshow
> Curated by Susanne Rohringer / Arcadia all Over
> LIAISON / Renate Bertlmann, Olga Georgieva, Matthias Herrmann, Tony Oursler, Carol Rama
> Clemens Wolf / Can´t Touch This

2019
> CRISS CROSS / Sebastien de Ganay / Raffaella della Olga
> Curated by Jürgen Tabor / Gil Yefman, Kibbutz Buchenwald
Gerold Tusch / appassionato-dolce-con spirito
> Gudrun Kampl / Schwarzes Gold
> Literal / Robert Barry, Julius Deutschbauer, Monika Piorkowska, Jana Sterbak, Peter Weibel, Lawrence Weiner

2018
> Matthias Herrmann Textpieces 96-98
Konkret Frau / Curated by Gerald Matt
> Masken
Tomasz Kulka / Das Ding
> Natalia LL

2017
> Renate Bertlmann
#It´s You too / Renate Bertlmann
> Anouk Lamm Anouk / I miss the place where I am from
> EASE / Robert Barry / Günther Förg / Tony Oursler / Keith Sonnier
> Artissima / VIVACE with Renate Bertlmann, Natalia LL and Jana Sterbak
> Curated by Eva Fabbris / LIVE END DREAM NO
> everybody anybody / group show
> liquid democracy / Monika Piorkowska, Curated by Angela Stief
> KeramiK Curated by Dietgard Grimmer with Jessica Lajard Barbara Reisinger Jeanne Susplugas Elmar Trenkwalder Gerold Tusch

2016
> Sébastien de Ganay / Non Places
> Clemens Wolf / Grounded
> Curated by / Michel Blancsubé / I´ve decided to be happy because it´s good for one´s health / Jana Sterbak
> Olga Georgieva / Looking for score
> Gudrun Kampl / Ornament oder Verbrechen
> Dieter Roth / aus einer Sammlung Exil, Selbstbildnis, Speedy-Drawing, Taschenzimmer
> VIVACE / Renate Bertlmann, Gloria Friedmann, Natalia LL, Jana Sterbak

BEFORE


LES CHOSES DE LA VIE

CARLA DEGENHARDT 
JULIUS DEUTSCHBAUER 
DOROTHY IANNONE 
ALFREDO JAAR
MARTIN SCHNUR 
JEAN-LUC VILMOUTH

23. 06. – 23.07.2011

"Les choses de la vie" präsentiert den Blick der Kunst auf alles, was das Leben im Innersten zusammenhält - 
und wieder sprengt: Liebe und Sexualität, Körper, Arbeit, Trennung und Schmerz. Der Mut, diesen Blick zu tun, 
Begehren und sexuelle Befreiung aus einer weiblichen Perspektive zu formulieren, machte Dorothy Iannone in 
den 1960er und 70er Jahren zu einer Vorreiterin nachfolgender Künstlerinnengenerationen. 

Über den Zeitbezug hinaus hat sie sich mit ihren farbintensiven, emblematischen Darstellungen in die Geschichte 
der Pop-Art- eingeschrieben. Jean-Luc Vilmouth widmet sich ebenso der physischen Seite des Daseins, die uns 
mitunter an unsere animalische Basis zurückführt. Ein visueller Shift in seiner Fotografie führt uns vor Augen, dass
die Distanz From Amazon to Vienna so groß gar nicht ist. Alle Dinge des Lebens beginnen jedenfalls mit einem 
bedingungslosen Geben und einer Wahrnehmung in der Sphäre von Gefühl und Körper. Carla Degenhardts 
Spiegelarbeiten rücken den Betrachter selbst in den Fokus und kommentieren das Bild des Körpers als Zerrbild. 
Bei ihren Blindzeichnungen ist der Körper nicht nur Wahrnehmungsinstanz, sondern generiert seine eigenen Bilder. 
Mit beiden Händen gleichzeitig angefertigt findet die Physis zur ihrem genuinen Ausdruck. Alfredo Jaar rückt 
das Leben der Einwohner von Shek Kong, eines Vororts von Hong Kong in den Fokus. Der mehrmalige 
Dokumenta-Teilnehmer setzt sich in seinen Fotoarbeiten und Installationen immer wieder mit politischen Themen 
auseinander. Verführung und Geheimnis verbindet sich bei Martin Schnur zu einer Malerei die eine Vielschichtigkeit 
der Blicke und zugleich der Bilder ist. Visuelle Schichten finden sich auch in Julius Deuschbauers Malerei. Er hat 
seinen Kunst-Lebensabschnittspartner Gerhard Spring kurzerhand aus seinen Plakat-Vorlagen ausgeblendet 
und die Sujets ohne ihn gemalt. Darin findet sich auch das immer wieder neu Variieren und Verarbeiten als 
Thema seiner Arbeit und nicht zuletzt als unumgängliche Konstante des Daseins selbst. 

Herbert Schnepf


Carla Degenhardt


Julius Deutschbauer


Jean Luc Vilmouth, From Amazon to Vienna, 1996